Single sein hat Vor- und Nachteile. Wie so vieles im Leben. Bitte an dieser Stelle etwas Beifall für meine scharfe Beobachtungsgabe, meine Damen (und Herren). Mittlerweile habe ich gelernt, es zu genießen, ein ganzes Wocheende für mich zu haben. Die Nächte mit meinen Mädels zum Tag zu machen, bei Mondschein zu tanzen, von Disko zu Disko zu hüpfen und das eine oder andere mal dann nicht allein aufzuwachen und so gleich netten Kaffeebesuch am Morgen zu haben. Aber, liebe Leserin (und lieber Leser), was wäre ich für eine Frau, wenn ich Sex und Liebe trennen könnte. Sein wir doch mal ehrlich, das konnten wir Mädels noch nie gut. Ich mag das Gefühl, den Kontakt auf das zu reduzieren, was man vom anderen erwartet. Das funktioniert prima, solange beide auf das Gleiche aus sind. Bis dann einer, meist der Part mit Brüsten und dicker Schuhsammlung, anfängt zu fühlen. Und damit meine ich Gefühle jenseits des Unterleibs. Es beginnt mit kleinen Tagträumen, bei denen ich mich regelmäßig ertappe und die ich mir genau so schnell verbiete. Das letzte, was ich gerade gebrauchen kann, ist die nächste Enttäuschung in Sachen Männer. Ich habe die Nase gestrichen voll von Beziehungen, Liebeskummer, Spieleabenden, Kaffeeklatsch bei Mutti (außer natürlich bei meiner) und Enttäuschungen. Danke, reicht erstmal. Meinen Frust über mein Gefühls- und Liebesleben, auch wenn es quasi nicht existent ist, kompensiere ich mit Sport. (Kleines Erfolgserlebnis am Rande, ich passe wieder in meine schlanke Jeans. Die, die ich 2011 gekauft habe. Schlanke 38 und ich sehe mega gut darin aus.)
Es tut gut, jetzt endlich die Zeit dafür zu haben. Fernbeziehung vorbei, Weiterbildung vorbei. So viel Freizeit ist ungewohnt aber auch schön. Habe mir sogar eine Nähmaschine zugelegt und bin nun auf dem Weg zur Stardesignerin. Dazu später mehr. Ach ja, Freizeit. Anfangs hatte ich eine richtige Reizüberflutung, bei all den Möglichkeiten, die sich mir plötzlich boten. Nachdem der Trennungsschmerz vorüber war, fing ich an, die Zeit zu genießen. So ist es gerade schön, an einem Freitag Abend auf dem Sofa zu sitzen, Apikosen zu essen (healthy living und so) und sich all die Dinge von der Seele zu schreiben, die noch keinen Platz in meinem Kopf gefunden haben. Darum liebe ich das bloggen, auch wenn es doch recht kurz komme leider. Ich kann die Dinge zu Ende denken und auf den Bildschrim bringen. Und mit anderen teilen. Stille Mitleser, die vielleicht ähnlich fühlen, die sich über meine first world problems lustig machen oder einfach nur gern am Leben anderer teilhaben. Tut trotzdem irgendwie gut, nicht allein zu sein. Kommunikation 2.0 und ich sind wirklich gute Freunde geworden.
Das hört sich doch gut an! :)
AntwortenLöschenAber ja, das mit den Gefühlen.. immer so eine Sache *seufz*
lg Caro