Ich bin es Leid, mir Gedanken über jemanden zu machen, für den ich nicht was bin, was ich sein sollte. Dafür ist meine Zeit zu schade und ich zu wertvoll. Es wird Zeit, dass die aufgestoßene Tür wieder geschlossen - und vorallem verschlossen - wird. Das, was ich mir erhoffte, ist nicht möglich. Wird nicht mehr möglich sein. Er wird sich nicht ändern.
Auch wenn es weh tut. Find the good in goodbye.
Ich schenke meine Aufmerksamkeit lieber Menschen, die mir das gleiche Interesse entgegenbringen. Denn ich habe morgen ein Date :-)
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Montag, 3. November 2014
Montag, 27. Oktober 2014
Medizinball
Ich weiß nicht, ob ich auf dem richtigen Weg bin. Ich weiß nur, dass ich mit dieser Kälte einfach nicht zurecht komme. Dass mir dieses banale "Hey wie geht's?" gegen den Strich geht. Ich fühle mich zurück gewiesen, missachtet, nicht verstanden. Da schafft er es, durch sein regelmäßiges Erscheinen in meinem Leben, in Form von Nachrichten, immer ein klein wenig in Erinnerung zu bleiben. Trotz Trennung. Und wenn ich ihm dann sämtliche Türen öffne - Nichts. Dann ist die Entfernung das K.O. Kriterium. Während ich das Gefühl habe, einen Medizinball gegen den Kopf bekommen zu haben, als ich heute beim Aufräumen meines Terminkalenders die Visitenkarte des kleinen Cupcake Ladens in Dortmund finde, in dem wir waren. Autsch. Vor meinem inneren Auge sehe ich uns, in dem rosa Laden sitzen. Ich mit meinem After Eight Cupcake und einem Milchkaffee. Was er gegessen hat, hab ich mir nicht eingeprägt. Ich war eher damit beschäftigt, ihn anzuschmachten. Daher ist kinnabwärts nicht mehr viel zu sehen, in meiner Erinnerung. Es war ein schöner Trip. Ich habe es so sehr genossen, ihm diesen Wunsch zu erfüllen. Ich erinnere mich noch genau daran, wie jemand in der Dortmunder Fußgängerzone "River flows in you" auf dem Klavier spielte und ich stehen blieb, um den Klängen zu lauschen. Und dann, Hand in Hand, den Erkundungstrip fortführte. Wie wir im Stadion waren und er das Leuchten eines Fünfjährigen in den Augen hatte, der zu Weihnachten einen riesigen Bagger geschenkt bekam. Wie ich mir, um ihm zu gefallen, einen Borussia Dortmund Schal kaufte und das gute Stück den ganzen Ausflug über trug. Obwohl der überhaupt nicht zu meiner Tasche passte. Wie wir uns abends an der Raststätte die Zähle putzen. Wie er mit seiner Kopflampe auf dem Rastplatz herum lief. So viele Dinge, die mich an diesen Ausflug erinnern, dass ich direkt wieder losheulen könnte. Lange kann ich das nicht mehr. Auch wenn ich ihn nicht ganz aus meinem Leben verbannen möchte. Bin ihm echt so egal?
Samstag, 25. Oktober 2014
Er war in Lübeck. Und wird es heute, auf seiner Rückkehr noch einmal sein. Und ich hoffe so sehr, dass wir uns sehen. Dass er das möchte. Doch als ich sehe, dass sein Lieblingsverein heute spielt, weiß ich, dass es nicht passieren wird. Und ich frage mich, was noch da ist, unter diesen Umständen. "Nichts", flüstert mein Kopf mir zu. Und nein Herz nickt traurig.
Freitag, 24. Oktober 2014
Whatsapp-Scheiße
Im selbst-verrückt machen bin ich erste Sahne. Ich schaffe es immer wieder, mir meine gute Laune durch ein 1A Kopfkino zu verderben. Und dank moderer Kommunikation in Form von Whatsapp, für mich ja ein Beziehungskiller sondergleichen, erhält mein Kopfkino neuen Stoff am laufenden Band. Da mutiert Frau auch gern mal zur Stalkerin und schaut, wann Er Online war. Oder ob er es ist. Und fragt sich, mit wem er wohl schreibt. Ist sie vielleicht hübscher als ich? Intelligenter? Netter? Oder, noch schlimmer, wohnt näher dran? Es hängt eben alles an der Entfernung. Und macht für mich keinen Sinn. Wenn ich mir das Fräulein Fuchs ansehe, die eine Fernbeziehung zwischen Frankreich und Deutschland führt, frage ich mich, was dann an 134 km auszusetzen ist. Da frage ich mich, berechtigterweise, ob es wirklich die Entfernung ist oder ob es jemand Neues gibt. Oder ich einfach uninteressant geworden bin.
Ich hätte ihn so gern hier. Aber ich frage schon nicht mehr. Es bleiben ja nur die Wochenenden, wenn ich ihm vorschlage, ihn doch mal in der Woche zu besuchen, wird sicher abgewunken. Ich mag nicht mehr fragen und ihn doch so gern wieder sehen.
Ich hätte ihn so gern hier. Aber ich frage schon nicht mehr. Es bleiben ja nur die Wochenenden, wenn ich ihm vorschlage, ihn doch mal in der Woche zu besuchen, wird sicher abgewunken. Ich mag nicht mehr fragen und ihn doch so gern wieder sehen.
Mittwoch, 22. Oktober 2014
Etwas wert sein
Ist es das wert? Bin ich es wert? Bist du es wert?
Ist es das wert, dass ich beim Einschlafen an dich denken muss und beim Aufwachen ebenfalls? Ist es das wert, dass ich mir Gedanken mache, wann ich dich das nächste mal besuchen könnte, während von dir keine Fragen in diese Richtung kommen? Ist es das wert, dass mein Interesse einzig und allein gerade dir gilt?
Bin ich es wert, dass du dir Gedanken machst? Und nicht einfach alles mit einer Floskel abtust? Bin ich es wert, Teil eines Ganzen zu sein? Ein Partner auf dem Weg ins Ungewisse?
Ich denke, ich bin es wert.
Bist du es überhaupt wert? Wo du mir doch so viel Kummer bereitet hast? Ich denke, du bist es wert.
Ist es das wert, dass ich beim Einschlafen an dich denken muss und beim Aufwachen ebenfalls? Ist es das wert, dass ich mir Gedanken mache, wann ich dich das nächste mal besuchen könnte, während von dir keine Fragen in diese Richtung kommen? Ist es das wert, dass mein Interesse einzig und allein gerade dir gilt?
Bin ich es wert, dass du dir Gedanken machst? Und nicht einfach alles mit einer Floskel abtust? Bin ich es wert, Teil eines Ganzen zu sein? Ein Partner auf dem Weg ins Ungewisse?
Ich denke, ich bin es wert.
Bist du es überhaupt wert? Wo du mir doch so viel Kummer bereitet hast? Ich denke, du bist es wert.
Dienstag, 21. Oktober 2014
Ähm ja
Eine so banale Frage und dennoch mache ich mir die Beantwortung nicht gerade einfach. Mal hallo sagen oder nicht? Mal schreiben oder nicht? Oder gar anrufen?
Seit letzten Donnerstag herrscht Funkstille. Hmm. Richtig einverstanden bin ich damit ja nicht. Es ist nun nicht so, dass ich täglich telefonieren möchte. Oder skypen. Oder überhaupt. Aber so ab und an mal, wäre schon nett. Bevor wir uns wieder gesehen haben, hatten wir schließlich auch in regelmäßigen Abständen Kontakt...
... ohne Scherz, genau jetzt schreibt er mir...
Seit letzten Donnerstag herrscht Funkstille. Hmm. Richtig einverstanden bin ich damit ja nicht. Es ist nun nicht so, dass ich täglich telefonieren möchte. Oder skypen. Oder überhaupt. Aber so ab und an mal, wäre schon nett. Bevor wir uns wieder gesehen haben, hatten wir schließlich auch in regelmäßigen Abständen Kontakt...
... ohne Scherz, genau jetzt schreibt er mir...
Sonntag, 19. Oktober 2014
Blöde Schublade
Manchmal wünsche ich mir, dass du das hier lesen könntest. Und manchmal wünsche ich mir, dass ich nie nach Rostock gekommen wäre. Meine "Mir ist das alles egal" Einstellung beibehalten hätte. Mein Empfinden, meine Hoffnungen und meine Gefühle hätten ihr Dasein weiterhin in ihrer Schublade gefristet und mich in Frieden belanglose, körperliche Beziehungen eingehen lassen.
Doch die Schublade ist auf, der Inhalt sprungfedergleich aus ihr heraus gesprungen und sich über meiner kleinen Welt ergießend seinen Weg in mein Gedankenreich gebahnt. Während du an deiner Einstellung festhälst.
Die Entfernung ist nach wie vor da.
Kilometer lassen sich nicht weg diskutieren. Sie sind vorhanden. Überwindbar. Schwierig, aber machbar.
Carina, wenn von ihm jetzt nichts kommt, ist er es nicht wert.
Ein Blick meiner Mutter reicht, um zu wissen, was in mir vorgeht. Sie ist wie ein kleines Orakel, welches treffend erkennt, was in ihrer Tochter vor sich geht.
Ist es so wichtig, einen Alltag anzustreben? Sonntags Tatorot, Donnerstags Wocheneinkauf, Samstag Haushalt? Kann nicht jede Beziehung ihren eigenen Alltag haben? Ihre eigenen Regeln und Normen? Warum alles rational entscheiden, warum nicht mal auf die innere Stimme hören, Fehler eingestehen und den Dingen erlauben, sich zu entwickeln?
Doch die Schublade ist auf, der Inhalt sprungfedergleich aus ihr heraus gesprungen und sich über meiner kleinen Welt ergießend seinen Weg in mein Gedankenreich gebahnt. Während du an deiner Einstellung festhälst.
Die Entfernung ist nach wie vor da.
Kilometer lassen sich nicht weg diskutieren. Sie sind vorhanden. Überwindbar. Schwierig, aber machbar.
Carina, wenn von ihm jetzt nichts kommt, ist er es nicht wert.
Ein Blick meiner Mutter reicht, um zu wissen, was in mir vorgeht. Sie ist wie ein kleines Orakel, welches treffend erkennt, was in ihrer Tochter vor sich geht.
Ist es so wichtig, einen Alltag anzustreben? Sonntags Tatorot, Donnerstags Wocheneinkauf, Samstag Haushalt? Kann nicht jede Beziehung ihren eigenen Alltag haben? Ihre eigenen Regeln und Normen? Warum alles rational entscheiden, warum nicht mal auf die innere Stimme hören, Fehler eingestehen und den Dingen erlauben, sich zu entwickeln?
Freitag, 17. Oktober 2014
Verdrängen ja, Vergessen nein.
Es sind nicht nur die Frauen, die gern zwischen den Zeilen lesen. Auch Männer können das sehr gut. Da wird aus "Ich möchte sehen, wo die Reise hingeht" gleich mal ein "Ich will dich zurück und zwar sofort. Und du hast das auch zu wollen". Na schönen Dank auch.
Unmöglich. Dort anzuknüpfen, wo wir im Januar aufgehört haben. Ich war unglücklich, er war unglücklich. Keine Beachtung, keine Wertschätzung. Keine lieben Worte. Viel genervt sein und viel traurig sein. Und das soll das sein, was ich mir zurück wünschen soll? Bei weitem nicht. Aber dort, wo wir mal waren, bevor wir beide Mist gebaut haben. Bevor wir einander ignorierten und am Leben des Anderen nicht mehr teilgenommen haben. Möglich. Dort anzuknüpfen wäre möglich. Und erstrebenswert. Wenn es denn funktioniert. Wir waren mal perfekt. Ich wollte meine Zelte hier abbrechen und den großen Schritt wagen. Aber dann kam deine Vernunft dazwischen. Und mein Mut verflog.
Während er sich auf den Abschluss des Studiums vorbereitet hat, habe ich mich zurück gezogen. Gut zwei Monate Stille. Bis ich eines Abends spontan nach Rostock gefahren bin, in seine Augen blickte und wusste: Diese Funkstille hätte nie passieren dürfen.
Ich weiß nicht, was es ist. In Worte zu fassen, was in meinem Kopf vorgeht, fällt mir unheimlich schwer. Vielleicht ist es Hoffnung. Hoffnung darauf, dass dieser Blitzeinschlag beim letzten Wiedersehen einen Sinn hat. Dass die Zeit, in der ein Vergessen einfach nicht funktioniert hat, nicht vergebens war. Verdrängen, ja. Vergessen, nein. Sobald ein Lebenszeichen kam, war es wieder da. Dieses Gefühl, dass sich so schwer beschreiben lässt und doch so fest in mir verankert ist.
Wenn etwas Zeit vergangen ist, man selbst an sich selbst reift und rückblickend feststellt, dass man Fehler gemacht hat. Wenn Erinnerungen rosa werden. Wenn Plätze Momente hervorrufen, die schön waren. Wenn das Herz über den Kopf siegt. Wenn man sich wünscht, dass Du deinem Kopf auch mal eine Pause gönnst. Wenn man bereit ist, ein Risiko einzugehen. Wenn man bereist ist, Wege zu beschreiten, die steinig sind. Wenn man den Dingen seinen Lauf lässt und ihnen erlaubt, sich zu entwickeln. Dann kann es schön werden.
Unmöglich. Dort anzuknüpfen, wo wir im Januar aufgehört haben. Ich war unglücklich, er war unglücklich. Keine Beachtung, keine Wertschätzung. Keine lieben Worte. Viel genervt sein und viel traurig sein. Und das soll das sein, was ich mir zurück wünschen soll? Bei weitem nicht. Aber dort, wo wir mal waren, bevor wir beide Mist gebaut haben. Bevor wir einander ignorierten und am Leben des Anderen nicht mehr teilgenommen haben. Möglich. Dort anzuknüpfen wäre möglich. Und erstrebenswert. Wenn es denn funktioniert. Wir waren mal perfekt. Ich wollte meine Zelte hier abbrechen und den großen Schritt wagen. Aber dann kam deine Vernunft dazwischen. Und mein Mut verflog.
Während er sich auf den Abschluss des Studiums vorbereitet hat, habe ich mich zurück gezogen. Gut zwei Monate Stille. Bis ich eines Abends spontan nach Rostock gefahren bin, in seine Augen blickte und wusste: Diese Funkstille hätte nie passieren dürfen.
Ich weiß nicht, was es ist. In Worte zu fassen, was in meinem Kopf vorgeht, fällt mir unheimlich schwer. Vielleicht ist es Hoffnung. Hoffnung darauf, dass dieser Blitzeinschlag beim letzten Wiedersehen einen Sinn hat. Dass die Zeit, in der ein Vergessen einfach nicht funktioniert hat, nicht vergebens war. Verdrängen, ja. Vergessen, nein. Sobald ein Lebenszeichen kam, war es wieder da. Dieses Gefühl, dass sich so schwer beschreiben lässt und doch so fest in mir verankert ist.
Wenn etwas Zeit vergangen ist, man selbst an sich selbst reift und rückblickend feststellt, dass man Fehler gemacht hat. Wenn Erinnerungen rosa werden. Wenn Plätze Momente hervorrufen, die schön waren. Wenn das Herz über den Kopf siegt. Wenn man sich wünscht, dass Du deinem Kopf auch mal eine Pause gönnst. Wenn man bereit ist, ein Risiko einzugehen. Wenn man bereist ist, Wege zu beschreiten, die steinig sind. Wenn man den Dingen seinen Lauf lässt und ihnen erlaubt, sich zu entwickeln. Dann kann es schön werden.
Donnerstag, 16. Oktober 2014
Vielleicht
Seit dem letzten Freitag steht meine Welt Kopf. Ich hatte eigentlich gehofft, dieses Chaos ist nur von kurzer Dauer, ein kleiner Rückfall und nicht von großer Bedeutung. Doch die Realität hat mir wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich kann an nichts anderes mehr denken, als daran, mutig zu sein. Geschrieben Worte, die versuchen, etwas auszulösen, was einmal da war. Und auf die kalte Antwort stoßen, die die Entfernung, die uns nunmal trennt, in den Vordergrund rückt. Ich bin eigentlich kein romantischer Typ, aber ich habe Hoffnung. Ich glaube. Ich glaube daran, dass es einfach noch nicht alles gewesen sein kann. Dass im Verborgenen noch etwas schlummert. Was aus Angst, der Angst vor dem erneuten Versagen, der fehlenden Aussicht auf Erfolg, nicht hervorkommt. Auch wenn ich es noch so zuckersüß aus seiner Höhle hervor locken möchte.
Viele Menschen führen Fernbeziehungen. Und ich habe selbst zwei Jahre so meine Erfahrungen sammeln können, um jetzt gewisse Dinge besser zu machen. Ein gemeinsamer Alltag fehlt, aber ist dieser so wichtig? Ist es so wichtig, jeden Tag die selben Dinge gemeinsam zu tun? Oder ist das Gefühl, dass der andere doch da ist, trotz Entfernung, vielleicht wertvoller? Ist es nicht viel wichtiger, füreinander da zu sein? Mit den heutigen Kommunikationsmitteln ist das doch ein Kinderspiel. Und wenn man, wie ich, gern Auto fährt und flexible Arbeitszeiten hat, wo ist dann eigentlich das Problem?
Das Problem bist du. Du und dein Kopf. Es sieht nicht erfolgversprechend aus, weil es nicht funktioniert hat beim letzten mal? Hast du mal daran gedacht, dass du mich wie Luft behandelt hast? Dass ich um jeden Funken Aufmerksamkeit betteln musste? Dass ich neben meinem Vollzeitjob auch noch studiert habe und die einzige Freitzeit, mein knappes Wochenende, mit dir verbracht habe? Und das auch noch gern? Dass ich dich fragen musste, ob du mich noch lieb hast? Weil du kalt wie ein Kühlschrank warst? Dass du dir einfach ein Auto kaufen solltest, um bei mir zu sein, wann immer du oder ich es wollen? Warum alles nur an der Entfernung scheitern lassen, wo doch der Rest nahezu perfekt ist?
Ich habe Fehler gemacht. Rückblickend so einige. Schlimmer wäre es, daraus nicht zu lernen. Zeit vergeht ins Land, Gedanken und Überlegungen bestimmen die Gefühlswelt und Selbstreflexion bringt die Erkenntnis: Beim nächsten Mal kann ich es besser machen. Wenn du mich lässt. Wenn die Zeit es zulässt und man sich neu verliebt. Vielleicht.
Viele Menschen führen Fernbeziehungen. Und ich habe selbst zwei Jahre so meine Erfahrungen sammeln können, um jetzt gewisse Dinge besser zu machen. Ein gemeinsamer Alltag fehlt, aber ist dieser so wichtig? Ist es so wichtig, jeden Tag die selben Dinge gemeinsam zu tun? Oder ist das Gefühl, dass der andere doch da ist, trotz Entfernung, vielleicht wertvoller? Ist es nicht viel wichtiger, füreinander da zu sein? Mit den heutigen Kommunikationsmitteln ist das doch ein Kinderspiel. Und wenn man, wie ich, gern Auto fährt und flexible Arbeitszeiten hat, wo ist dann eigentlich das Problem?
Das Problem bist du. Du und dein Kopf. Es sieht nicht erfolgversprechend aus, weil es nicht funktioniert hat beim letzten mal? Hast du mal daran gedacht, dass du mich wie Luft behandelt hast? Dass ich um jeden Funken Aufmerksamkeit betteln musste? Dass ich neben meinem Vollzeitjob auch noch studiert habe und die einzige Freitzeit, mein knappes Wochenende, mit dir verbracht habe? Und das auch noch gern? Dass ich dich fragen musste, ob du mich noch lieb hast? Weil du kalt wie ein Kühlschrank warst? Dass du dir einfach ein Auto kaufen solltest, um bei mir zu sein, wann immer du oder ich es wollen? Warum alles nur an der Entfernung scheitern lassen, wo doch der Rest nahezu perfekt ist?
Ich habe Fehler gemacht. Rückblickend so einige. Schlimmer wäre es, daraus nicht zu lernen. Zeit vergeht ins Land, Gedanken und Überlegungen bestimmen die Gefühlswelt und Selbstreflexion bringt die Erkenntnis: Beim nächsten Mal kann ich es besser machen. Wenn du mich lässt. Wenn die Zeit es zulässt und man sich neu verliebt. Vielleicht.
Mittwoch, 15. Oktober 2014
Warum-Parade
Warum nicht mal was riskieren? Warum alles den Kopf entscheiden lassen, wo doch auch der Bauch und das Herz eine starke Entscheidungskraft besitzen? Warum vom Scheitern ausgehen, wo doch die Zukunft immer ungewiss ist? Warum nicht dem Herzen folgen und schauen, wo der Weg hingeht? Warum nicht den Dingen erlauben, sich zu entwickeln?
So viele Warum's. Und so wenig Antworten.
So viele Warum's. Und so wenig Antworten.
Dienstag, 14. Oktober 2014
Entschlossenheitische Entschlüsse
Manchmal fasse ich Entschlüsse und bin über meine Entschlossenheit selbst ein wenig überrascht. Seit dem Wiedersehen am Freitag steht meine kleine Welt ein klein wenig Kopf. Mein Interesse an Dates, welches vorher schon unterirdisch war, hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Somit hab ich mein Bauchpinselei-Datingprofil auf einer Internetplattform soeben gelöscht. Ich muss ja gestehen, ich bin ein wenig stolz auf mich.
Weniger stolz bin ich über mein Tempo. Ich möchte noch ein Treffen, nochmal zusammen aufwachen. Möchte sehen, was noch da ist. Was noch übrig geblieben ist von dem, was wir mal waren. Und ob wir jemals wieder etwas sein können.
Jetzt wäre der perfekte Zeitpunkt für eine gute Fee. Aber nicht so eine klassische Dicke mit funkelndem Zauberstab und obligatorischen drei Wünschen. Eine coole, mit Tattoos und Chucks, die mit mir was trinken geht und im Universum anruft. Das Universum geht ran und sagt "Jo Fee, was geht". "Ich hab hier eine arme Maus sitzen, bei der geht immer alles schief. Könn' wa da nicht ma was machen?". "Jo, geht klar. Läuft". Und dann plötzlich funktioniert ganz viel. Ich nehme ab und habe nur noch grüne Ampelphasen. Finde eine bezahlbare, schöne Wohnung mit Balkon und der Prinz im weißen Kittel steht vor meiner Tür. Anstelle eines Straußes Rosen mit einem Sixer Bier. Der Hammer. Also gute Fee, ich bin hier!
Weniger stolz bin ich über mein Tempo. Ich möchte noch ein Treffen, nochmal zusammen aufwachen. Möchte sehen, was noch da ist. Was noch übrig geblieben ist von dem, was wir mal waren. Und ob wir jemals wieder etwas sein können.
Jetzt wäre der perfekte Zeitpunkt für eine gute Fee. Aber nicht so eine klassische Dicke mit funkelndem Zauberstab und obligatorischen drei Wünschen. Eine coole, mit Tattoos und Chucks, die mit mir was trinken geht und im Universum anruft. Das Universum geht ran und sagt "Jo Fee, was geht". "Ich hab hier eine arme Maus sitzen, bei der geht immer alles schief. Könn' wa da nicht ma was machen?". "Jo, geht klar. Läuft". Und dann plötzlich funktioniert ganz viel. Ich nehme ab und habe nur noch grüne Ampelphasen. Finde eine bezahlbare, schöne Wohnung mit Balkon und der Prinz im weißen Kittel steht vor meiner Tür. Anstelle eines Straußes Rosen mit einem Sixer Bier. Der Hammer. Also gute Fee, ich bin hier!
Montag, 13. Oktober 2014
Dann kommen die in den Mixaaaaa...
Wenn man sich nach so langer Zeit wieder sieht, ist ein Chaos im Kopf eigentlich vorprogrammiert. Ich fühle mich so, als hätte mein meine komplette Gefühlswelt in den Mixer geworfen und auf die Power Taste gedrückt. Es dreht sich nach wie vor ein wenig und meine Gedanken schwirren um die einge Frage: Würde es, rein theoretisch, Sinn machen?
Eine Fernbeziehung ist anstrengend, wahnsinnig anstrengend. Ein Altag entsteht erst nicht, die Wochenenden lassen keinen Raum für Spontanität. In der Woche vermissen, am Wochenende stressen. So ungefähr sahen meine zwei Jahre Fernbeziehungsblues aus. Als dann der Schlussstrich kam, war ich traurig und glücklich zugleich. Traurig über den Verlust, glücklich über das neue Freiheitsgefühl, die Spontanität, die Freizeit. Fragt sich nur, welcher Teil da überwiegt. In den letzten Wochen sah es für mich aus, als sei die neu gewonnene Zeit für mich auf der Überholspur. Nach diesem Wochenende sieht das alles ganz anders aus. Ich vermisse. Ich denke nach. Ich lasse Situationen im Kopf erneut geschehen. Ich frage mich, ob es Sinn macht. Und dann dazu Mutti. Meine Mutter liebt ihn immer noch. Wahrscheinlich war die Trennung für sie sogar schlimmer als für mich. Sie ist auch nach wie vor der Meinung, dass er herziehen sollte. Zu mir. Versteh einer die Mütter. Und so bleibe ich mit einem Kuss auf der Stirn zurück und frage mich, ob ich das alles noch mal durchmachen möchte. Ob ich nochmal leiden würde. Oder ob von Ihm auch mal etwas kommt.
Eine Fernbeziehung ist anstrengend, wahnsinnig anstrengend. Ein Altag entsteht erst nicht, die Wochenenden lassen keinen Raum für Spontanität. In der Woche vermissen, am Wochenende stressen. So ungefähr sahen meine zwei Jahre Fernbeziehungsblues aus. Als dann der Schlussstrich kam, war ich traurig und glücklich zugleich. Traurig über den Verlust, glücklich über das neue Freiheitsgefühl, die Spontanität, die Freizeit. Fragt sich nur, welcher Teil da überwiegt. In den letzten Wochen sah es für mich aus, als sei die neu gewonnene Zeit für mich auf der Überholspur. Nach diesem Wochenende sieht das alles ganz anders aus. Ich vermisse. Ich denke nach. Ich lasse Situationen im Kopf erneut geschehen. Ich frage mich, ob es Sinn macht. Und dann dazu Mutti. Meine Mutter liebt ihn immer noch. Wahrscheinlich war die Trennung für sie sogar schlimmer als für mich. Sie ist auch nach wie vor der Meinung, dass er herziehen sollte. Zu mir. Versteh einer die Mütter. Und so bleibe ich mit einem Kuss auf der Stirn zurück und frage mich, ob ich das alles noch mal durchmachen möchte. Ob ich nochmal leiden würde. Oder ob von Ihm auch mal etwas kommt.
Mittwoch, 8. Oktober 2014
Eine Analyse
Tadaaaa, es gibt mich noch. Irgendwie existiere ich noch auf diesem Planeten, auch wenn ich manchmal das Gefühl habe, der Film "Die Truman Show" basiere auf meinem Leben. Mir passieren Dinge, die mir eigentlich kein Mensch glaubt. Aber dazu ein andern mal mehr.
Selbstreflexion. Eine Eigenschaft, die ich sehr schätze, auch an mir. Im Grunde genommen, bin ich immer danach bestrebt, mein Verhalten zu reflektieren und die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen. Ich analysiere Worte, Gesten, Mimik, Verhalten. Sowohl bei mir als auch bei anderen und versuche, aus Menschen zu lesen. Versuche zu erkennen, wer sich hinter der Fassade verbirgt. Nicht zuletzt, um mich selbst vor den Folgen zu schützen, die auf mich einbrechen, wenn ich mich den falschen Menschen hingebe.
Freundinnen, die sich deine Probleme halbherzig anhören, aber, während du noch schluchzt, von einem belanglosen Thema aus ihrem Leben anfangen ("Hmm, meinst du ich soll ihn mal fragen, wie es ihm so geht?") sind eigentlich keine Freundinnen.
Männer, die, witzig wie sie sind, von "all den anderen Frauen" sprechen, meinen das in der Regel auch so. Wenn du etwas über einen Mann wissen willst, musst du ihm zuhören. Er sagt, nichts an ihm ist gut? Nein, jetzt kommen wir bitte nicht auf die Idee, ihn ändern zu wollen. Scheinbar steckt in dem Kerl doch noch ein Funken Anstand, wenn er das Bedürfnis hat, eine gute Seele darüber aufzuklären, wen sie da vor sich hat. Was ist nur in der Evolution schief gegangen, dass wir Frauen nicht auf das Hören, was das andere Geschlecht von sich gibt? Entweder interpretieren wir Dinge, die gar nicht da sind oder wir interpretieren das, was er sagt, so wie Frau denken würde. Nämlich ganz anders. Viele unserer Probleme im Bezug auf Männer wären aus der Welt geschaffen, wenn wir Zuhören würden, ohne gleich die weibliche Welle an Emotionen in die Worte des Anderen zu legen. Aber ich bin auch nur eine Frau und interpretiere. Mache mir so meine Gedanken und spinne Situationen zusammen (Ich sollte mal anfangen, meine eigenen Ratschläge zu befolgen). Wir reagieren über oder reagieren nicht. Wenn ich mein Umfeld und auch mich betrachte, scheint es keine Mitte zu geben. Ist der Angebetete in seiner Wortwahl ein wenig schroff, ist Frau stinksauer und verbannt den Herrn auf die Couch.
Warnt der Herr allerdings die Evastochter zu Anfang eines Zusammenseins, in welcher Form auch immer, mit den Worten "Ich bin nicht gut für dich" ignorieren wir diese Warnung und nehmen uns dem Mann an, wir wollen ihn verändern und aus ihm einen guten Menschen machen. Vielleicht hatte er eine schlimme Kindheit oder eine grausame Trennung steckt ihm noch in den Knochen oder ihm sitzt ein Pups quer. Da kommt in der Dame gleich ein Fünkchen Mutter Theresa gepaart mit Hobbypsychologin durch. Auch nicht immer so eine gute Idee, wie ich selbst schon feststellen musste. Solche Männer wollen nicht gerettet werden. Die haben es nicht mal nötig. Eigentlich sollte diese Art Arschloch ein visuelles Erkennungmerkmal tragen, damit Frau gleich einen Sicherheitsabstand von mindestens fünfzehn Metern zwischen sich und den Herzensbrecher bringen kann. Das einzige, worauf der vermeintlich zu rettende Adam auf ist, sind Zahlen. Wie viele Frauen kann ich abschleppen? Wie viele parallel laufen lassen, ohne dass eine von ihnen Wind davon bekommt? Wo ist der größte Vorteil für mich dabei? Von dem, was Frau sich wünscht, ist da keine Spur. Der Kick liegt darin, die körperlichen Gelüste auszuleben und sich keine Verpflichtungen ins Haus zu holen. Mehr nicht. Kein Reihenhaus, keine zwei hübschen Kinder, keine Gartenparties, keine Spieleabende.
Wir Frauen hören das, was wir hören wollen und sehen das, was wir sehen wollen. Damit machen wir es dem anderen Geschlecht nicht gerade leicht. Sein wir doch mal ehrlich, allein schon durch unsere Denkweise sind wir den Männern haushoch überlegen ;-) Wenn wir sie dann auch noch im Dunkeln stehen lassen (die haben nicht den Hauch einer Ahnung, was in unserem Kopf so vorgeht), ist der nächste Zoff doch schon vorprogrammiert.
Selbstreflexion. Eine Eigenschaft, die ich sehr schätze, auch an mir. Im Grunde genommen, bin ich immer danach bestrebt, mein Verhalten zu reflektieren und die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen. Ich analysiere Worte, Gesten, Mimik, Verhalten. Sowohl bei mir als auch bei anderen und versuche, aus Menschen zu lesen. Versuche zu erkennen, wer sich hinter der Fassade verbirgt. Nicht zuletzt, um mich selbst vor den Folgen zu schützen, die auf mich einbrechen, wenn ich mich den falschen Menschen hingebe.
Freundinnen, die sich deine Probleme halbherzig anhören, aber, während du noch schluchzt, von einem belanglosen Thema aus ihrem Leben anfangen ("Hmm, meinst du ich soll ihn mal fragen, wie es ihm so geht?") sind eigentlich keine Freundinnen.
Männer, die, witzig wie sie sind, von "all den anderen Frauen" sprechen, meinen das in der Regel auch so. Wenn du etwas über einen Mann wissen willst, musst du ihm zuhören. Er sagt, nichts an ihm ist gut? Nein, jetzt kommen wir bitte nicht auf die Idee, ihn ändern zu wollen. Scheinbar steckt in dem Kerl doch noch ein Funken Anstand, wenn er das Bedürfnis hat, eine gute Seele darüber aufzuklären, wen sie da vor sich hat. Was ist nur in der Evolution schief gegangen, dass wir Frauen nicht auf das Hören, was das andere Geschlecht von sich gibt? Entweder interpretieren wir Dinge, die gar nicht da sind oder wir interpretieren das, was er sagt, so wie Frau denken würde. Nämlich ganz anders. Viele unserer Probleme im Bezug auf Männer wären aus der Welt geschaffen, wenn wir Zuhören würden, ohne gleich die weibliche Welle an Emotionen in die Worte des Anderen zu legen. Aber ich bin auch nur eine Frau und interpretiere. Mache mir so meine Gedanken und spinne Situationen zusammen (Ich sollte mal anfangen, meine eigenen Ratschläge zu befolgen). Wir reagieren über oder reagieren nicht. Wenn ich mein Umfeld und auch mich betrachte, scheint es keine Mitte zu geben. Ist der Angebetete in seiner Wortwahl ein wenig schroff, ist Frau stinksauer und verbannt den Herrn auf die Couch.
Warnt der Herr allerdings die Evastochter zu Anfang eines Zusammenseins, in welcher Form auch immer, mit den Worten "Ich bin nicht gut für dich" ignorieren wir diese Warnung und nehmen uns dem Mann an, wir wollen ihn verändern und aus ihm einen guten Menschen machen. Vielleicht hatte er eine schlimme Kindheit oder eine grausame Trennung steckt ihm noch in den Knochen oder ihm sitzt ein Pups quer. Da kommt in der Dame gleich ein Fünkchen Mutter Theresa gepaart mit Hobbypsychologin durch. Auch nicht immer so eine gute Idee, wie ich selbst schon feststellen musste. Solche Männer wollen nicht gerettet werden. Die haben es nicht mal nötig. Eigentlich sollte diese Art Arschloch ein visuelles Erkennungmerkmal tragen, damit Frau gleich einen Sicherheitsabstand von mindestens fünfzehn Metern zwischen sich und den Herzensbrecher bringen kann. Das einzige, worauf der vermeintlich zu rettende Adam auf ist, sind Zahlen. Wie viele Frauen kann ich abschleppen? Wie viele parallel laufen lassen, ohne dass eine von ihnen Wind davon bekommt? Wo ist der größte Vorteil für mich dabei? Von dem, was Frau sich wünscht, ist da keine Spur. Der Kick liegt darin, die körperlichen Gelüste auszuleben und sich keine Verpflichtungen ins Haus zu holen. Mehr nicht. Kein Reihenhaus, keine zwei hübschen Kinder, keine Gartenparties, keine Spieleabende.
Wir Frauen hören das, was wir hören wollen und sehen das, was wir sehen wollen. Damit machen wir es dem anderen Geschlecht nicht gerade leicht. Sein wir doch mal ehrlich, allein schon durch unsere Denkweise sind wir den Männern haushoch überlegen ;-) Wenn wir sie dann auch noch im Dunkeln stehen lassen (die haben nicht den Hauch einer Ahnung, was in unserem Kopf so vorgeht), ist der nächste Zoff doch schon vorprogrammiert.
Freitag, 27. Juni 2014
first world problems oder die Liebe zum Bloggen
Single sein hat Vor- und Nachteile. Wie so vieles im Leben. Bitte an dieser Stelle etwas Beifall für meine scharfe Beobachtungsgabe, meine Damen (und Herren). Mittlerweile habe ich gelernt, es zu genießen, ein ganzes Wocheende für mich zu haben. Die Nächte mit meinen Mädels zum Tag zu machen, bei Mondschein zu tanzen, von Disko zu Disko zu hüpfen und das eine oder andere mal dann nicht allein aufzuwachen und so gleich netten Kaffeebesuch am Morgen zu haben. Aber, liebe Leserin (und lieber Leser), was wäre ich für eine Frau, wenn ich Sex und Liebe trennen könnte. Sein wir doch mal ehrlich, das konnten wir Mädels noch nie gut. Ich mag das Gefühl, den Kontakt auf das zu reduzieren, was man vom anderen erwartet. Das funktioniert prima, solange beide auf das Gleiche aus sind. Bis dann einer, meist der Part mit Brüsten und dicker Schuhsammlung, anfängt zu fühlen. Und damit meine ich Gefühle jenseits des Unterleibs. Es beginnt mit kleinen Tagträumen, bei denen ich mich regelmäßig ertappe und die ich mir genau so schnell verbiete. Das letzte, was ich gerade gebrauchen kann, ist die nächste Enttäuschung in Sachen Männer. Ich habe die Nase gestrichen voll von Beziehungen, Liebeskummer, Spieleabenden, Kaffeeklatsch bei Mutti (außer natürlich bei meiner) und Enttäuschungen. Danke, reicht erstmal. Meinen Frust über mein Gefühls- und Liebesleben, auch wenn es quasi nicht existent ist, kompensiere ich mit Sport. (Kleines Erfolgserlebnis am Rande, ich passe wieder in meine schlanke Jeans. Die, die ich 2011 gekauft habe. Schlanke 38 und ich sehe mega gut darin aus.)
Es tut gut, jetzt endlich die Zeit dafür zu haben. Fernbeziehung vorbei, Weiterbildung vorbei. So viel Freizeit ist ungewohnt aber auch schön. Habe mir sogar eine Nähmaschine zugelegt und bin nun auf dem Weg zur Stardesignerin. Dazu später mehr. Ach ja, Freizeit. Anfangs hatte ich eine richtige Reizüberflutung, bei all den Möglichkeiten, die sich mir plötzlich boten. Nachdem der Trennungsschmerz vorüber war, fing ich an, die Zeit zu genießen. So ist es gerade schön, an einem Freitag Abend auf dem Sofa zu sitzen, Apikosen zu essen (healthy living und so) und sich all die Dinge von der Seele zu schreiben, die noch keinen Platz in meinem Kopf gefunden haben. Darum liebe ich das bloggen, auch wenn es doch recht kurz komme leider. Ich kann die Dinge zu Ende denken und auf den Bildschrim bringen. Und mit anderen teilen. Stille Mitleser, die vielleicht ähnlich fühlen, die sich über meine first world problems lustig machen oder einfach nur gern am Leben anderer teilhaben. Tut trotzdem irgendwie gut, nicht allein zu sein. Kommunikation 2.0 und ich sind wirklich gute Freunde geworden.
Es tut gut, jetzt endlich die Zeit dafür zu haben. Fernbeziehung vorbei, Weiterbildung vorbei. So viel Freizeit ist ungewohnt aber auch schön. Habe mir sogar eine Nähmaschine zugelegt und bin nun auf dem Weg zur Stardesignerin. Dazu später mehr. Ach ja, Freizeit. Anfangs hatte ich eine richtige Reizüberflutung, bei all den Möglichkeiten, die sich mir plötzlich boten. Nachdem der Trennungsschmerz vorüber war, fing ich an, die Zeit zu genießen. So ist es gerade schön, an einem Freitag Abend auf dem Sofa zu sitzen, Apikosen zu essen (healthy living und so) und sich all die Dinge von der Seele zu schreiben, die noch keinen Platz in meinem Kopf gefunden haben. Darum liebe ich das bloggen, auch wenn es doch recht kurz komme leider. Ich kann die Dinge zu Ende denken und auf den Bildschrim bringen. Und mit anderen teilen. Stille Mitleser, die vielleicht ähnlich fühlen, die sich über meine first world problems lustig machen oder einfach nur gern am Leben anderer teilhaben. Tut trotzdem irgendwie gut, nicht allein zu sein. Kommunikation 2.0 und ich sind wirklich gute Freunde geworden.
Sonntag, 17. März 2013
vollzeitpessimist
während einer trichter-szenario analyse, in gruppenarbeit (ich hasse gruppenarbeiten) habe ich mich reflektiert. und dabei ganz schön erschrocken. ich habe eine gestörte einstellung zu beziehungen, zur familienplanung und zu einem leben mit partner. und all das fand ich bei einem trichter szenario heraus. in gruppenarbeit (habe ich schon erwähnt, wie blöd ich das finde?) gab uns die dozentin die aufgabe, den eröffnungstermin des berliner flughafen zu bestimmen. mit viel informationsmaterial, welches ich erfolgreich mit dem textmarker durcharbeitete, kam ich dann in die realistengruppe. in der pessimistengang hatte ich mich viel wohler gefühlt, sicher hätte ich den termin der eröffnung noch weiter hinten gesehen, als herbst 2021, wie es meine kommilitonen voraus sagten. in einer kleinen pause berichtete dann ein kommilitone vom familienzuwachs und aus der gruppe hagelte es sofort fragen. der gute herr ist übrigens ein jahr jünger als ich, schon eine halbe ewigkeit mit seiner freundin zusammen, beide bewohnen eine 80 qm wohnung, sind nun glückliche eltern und arbeiten in der selben firma. er ist schon ein ziemlich hohes tier dort und sie nun erstmal in mutterschaft. während die mädels der truppe ihm an den lippen hingen und laut "aaaaw", "süüüß" und "das ist ja toll" von sich gaben, sprang in mir die frage auf, was sie denn machen, wenn sie sich trennen? würde das noch vor einschulung des kleinen kindes passieren? würden beide in der firma weiter arbeiten? wie regelt man sowas? ich war ein wenig erschrocken über meine denkweise. ist das noch normal? bin ich nicht in der lage, positiv zu denken? während alle sich am glück des neuen lebens und des gemeinsamen erfreuen, frage ich mich, wie man wohl so eine trennung regelt? das macht mir ein wenig angst, ehrlichgesagt. ich bin zwar schon immer recht negativ allem gegenüber eingestellt gewesen, egal was es war, aber so pessimistisch habe ich mich schon lange nicht gesehen. in meiner eigenen beziehung ist es ähnlich. auf meinem amazonwunschzettel ist bereits dieses buch gespeichert, nur für den fall der fälle. ich sehe mich schon förmlich auf meinem sofa sitzen, den sekt von friendscout mit unserem gemeinsamen foto drauf (wir sind ja schließlich ein erfolgspaar) halb leer, verquollene augen und, im worst case, melancholische lieder bei facebook postend. ausmalen, wie es wird, sollte keine trennung in nächster zeit anstehen, kann ich mir nicht, es wird sich dann wohl nicht viel ändern. ich fahre an den wochenenden zu ihm, sonntag abend heim, und unter der woche mache ich nichts. außer vielleicht etwas sport. aber wird es mich glücklich machen? kann ich das überhaupt werden, mit meiner verkehrten denkweise?
ps ich liebe dich läuft im tv, wer bei diesem film nicht , wie ich, mindestens alle fünf minuten anfängt zu weinen, ist mir suspekt.
ps ich liebe dich läuft im tv, wer bei diesem film nicht , wie ich, mindestens alle fünf minuten anfängt zu weinen, ist mir suspekt.
Donnerstag, 14. Februar 2013
donnerstagsliebe
all den liebenden unter euch, einen wundervollen valentinstag. all den menschen unter euch, die heute ebenfalls ein date mit ihrem sofa haben: was solls.
eigentlich ist es dämlich, sich über einen tag, der wohl eher eine homage an die blumenindustrie darstellt, so den kopf zu zermatern, wie ich es tue. aber so bin ich, mir bedeutet es einfach etwas, diesen tag mit meinem liebsten zu verbringen, süße dinge zu verschenken und glücklich zu sein. das letzte jahr, war es ein schöner valentinstag. ich habe meinem liebsten einen überraschungsbesuch abgestattet und seinen besten freund mit ins boot geholt, damit der gute auch ja zu hause ist. es war schön und toll. dieses jahr... ich habe gelesen, eine tafel milka oreo gefuttert, fern gesehen und geschlafen. meine liebste ist selbst mit ihrem herzblatt zusammen und der einzige nicht-parter, mit dem ich diesen tag verbringen würde, ist noch weiter weg als mein liebster.
ich habe nichts für heute erwartet. erwartungen sind nie gut, die enttäuschung ist quasi vorprogrammiert, aber die einzige aufmerksamkeit, die mir heute zu teil wurde, war eine ansammlung von kleinen blumen smileys via whatsapp. eine art blumestrauß wohl. das geschenk für ihn habe ich hier liegen, mich aber nicht getraut, es ihm per post zu schicken, damit er sich nicht genötigt fühlt, mir ein geschenk kaufen. wenigstens ein ich-liebe-dich hätte ich mir gewünscht, obgleich ich mich an die abwesenheit dieser worte eigentlich schon gewöhnt hatte. es ist ansich nicht schlimm, wenn es nicht ausgesprochen wird, solange man es fühlt. fehlt beides, tut es weh. vielleicht dann heute mal, aber nein. ich bin nicht davon ausgegangen, dass er die weite strecke auf sich nimmt, um mich an diesem tag zu sehen. aber vielleicht ein anruf oder so, das wäre schon toll gewesen. ich habe es satt, adss immer alles von mir ausgeht. es fühlt sich an, als säße ich vor einem scherbenhaufen, bei dessen zusammensetzen ich mich jedes mal schneide. nicht schön. aber liegen lassen mag ich ihn auch nicht, meinen kleinen haufen.
liebe macht vieles einfacher und erträglicher, den altag bunter und die träume schöner. ihre abwesenheit auf durststrecken ist kein weltuntergang, in einer beziehung hingegen schon. es sei denn, es handelt sich um die beziehung zur eigenen katze, die ihre liebe dem dosenöffner gegenüber nur nicht so zeigen kann. wobei ich mir fast einbilde, dass meine samfpfoten heute schmusiger als sonst sind (eine hat sich sogar bürsten lassen)
ich werde mich nun wieder dem spannenden tv programm auf vox widmen und mich fragen, ob es im fernsehen noch schauspieler gibt, die eine rolle spielen können, oder ob die produzenten ihre darsteller auf der straße klauen. leider bin ich wegen meines blutdruckes noch krank geschrieben, was mich weiter in meiner wohnung fest hält, vielleicht wäre ich sonst zu mama gefahren. wenn ich mama sehe, ist die welt gar nicht mehr so schlimm.
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ich habe nichts für heute erwartet. erwartungen sind nie gut, die enttäuschung ist quasi vorprogrammiert, aber die einzige aufmerksamkeit, die mir heute zu teil wurde, war eine ansammlung von kleinen blumen smileys via whatsapp. eine art blumestrauß wohl. das geschenk für ihn habe ich hier liegen, mich aber nicht getraut, es ihm per post zu schicken, damit er sich nicht genötigt fühlt, mir ein geschenk kaufen. wenigstens ein ich-liebe-dich hätte ich mir gewünscht, obgleich ich mich an die abwesenheit dieser worte eigentlich schon gewöhnt hatte. es ist ansich nicht schlimm, wenn es nicht ausgesprochen wird, solange man es fühlt. fehlt beides, tut es weh. vielleicht dann heute mal, aber nein. ich bin nicht davon ausgegangen, dass er die weite strecke auf sich nimmt, um mich an diesem tag zu sehen. aber vielleicht ein anruf oder so, das wäre schon toll gewesen. ich habe es satt, adss immer alles von mir ausgeht. es fühlt sich an, als säße ich vor einem scherbenhaufen, bei dessen zusammensetzen ich mich jedes mal schneide. nicht schön. aber liegen lassen mag ich ihn auch nicht, meinen kleinen haufen.
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ich werde mich nun wieder dem spannenden tv programm auf vox widmen und mich fragen, ob es im fernsehen noch schauspieler gibt, die eine rolle spielen können, oder ob die produzenten ihre darsteller auf der straße klauen. leider bin ich wegen meines blutdruckes noch krank geschrieben, was mich weiter in meiner wohnung fest hält, vielleicht wäre ich sonst zu mama gefahren. wenn ich mama sehe, ist die welt gar nicht mehr so schlimm.
Dienstag, 12. Februar 2013
frohe weihachten und so
frohe weihnachten...!
guten rutsch...!
(mal eben schnell nachgeholt, was ich schon seit ewigkeiten vorhatte)
es ist fast schon an der zeit, euch frohe ostern zu wünschen. und einen schönen valentinstag, aber der ist ja erst übermorgen (was ich dieses jahr übrigens extrem blöde finde, denn die wahrscheinlichkeit, dass ich an diesem tag der liebe, der romantik und zweisamkeit mit einem glas rotwein in meinem hundepyjama auf dem sofa sitze, liegt bei 99%)
zu lange habe ich meinen blog vernachlässigt, an dieser stelle ein dankeschön an die lieben nasen unter euch, die hier trotzdem noch ab und an vorbeischauen, um zu sehen, ob madame es endlich mal schafft, einen eintrag zu verfassen, und hier ist er (tadaaa)
was ist so passiert, die letzte zeit. wie sollte es anders sein, funktioniert bei mir eigentlich... nichts. nach der spontantrennung mit wiedergutmachung und versöhnung am selben abend sollte eigentlich alles wieder gut sein. soll und ist sind leider nicht immer eins (was ich in meinem job als buchhalterin auch oft feststelle). ich lecke nach wie vor meine wunden (ich stelle mir dann vor, dass ich eine süße beaglehündin bin, mit rosa schleifchen an den schlappohren) denn der schmerz, von dem menschen den man liebt mal eben so verlassen zu werden sitzt tief und frisst sich in meine gedanken, wie ein oller holzwurm. ja es war unüberlegt und ja es war blöd aber es tut weh. und die tatsache, nun keine liebe, aufmerksamkeit oder interesse an mir und meiner welt zu erfahren, machen die ganz situation leider nicht einfacher. ich bin ein wenig ratlos, wie es weiter gehen soll mit uns. ob es das überhaupt tut, wenn der liebste anfägt zu arbeiten (nach 7 jahren studium) und täglich menschenleben rettet. da wird zeit sicher nicht zu den dingen zählen, die in unmengen vorhanden sind. und da eine strecke von 136 km nunmal zeit in anspruch nimmt, tauchen dunkelgraue wolken an meinem rosa himmelchen auf. abwarten und tee trinken, vielleicht das beste hoffen, vielleicht einen notfallplan erstellen, vielleicht mir nicht so viele gedanken machen. (übrigens mag ich gedankenzusätze in klammern)
guten rutsch...!
(mal eben schnell nachgeholt, was ich schon seit ewigkeiten vorhatte)
es ist fast schon an der zeit, euch frohe ostern zu wünschen. und einen schönen valentinstag, aber der ist ja erst übermorgen (was ich dieses jahr übrigens extrem blöde finde, denn die wahrscheinlichkeit, dass ich an diesem tag der liebe, der romantik und zweisamkeit mit einem glas rotwein in meinem hundepyjama auf dem sofa sitze, liegt bei 99%)
zu lange habe ich meinen blog vernachlässigt, an dieser stelle ein dankeschön an die lieben nasen unter euch, die hier trotzdem noch ab und an vorbeischauen, um zu sehen, ob madame es endlich mal schafft, einen eintrag zu verfassen, und hier ist er (tadaaa)
was ist so passiert, die letzte zeit. wie sollte es anders sein, funktioniert bei mir eigentlich... nichts. nach der spontantrennung mit wiedergutmachung und versöhnung am selben abend sollte eigentlich alles wieder gut sein. soll und ist sind leider nicht immer eins (was ich in meinem job als buchhalterin auch oft feststelle). ich lecke nach wie vor meine wunden (ich stelle mir dann vor, dass ich eine süße beaglehündin bin, mit rosa schleifchen an den schlappohren) denn der schmerz, von dem menschen den man liebt mal eben so verlassen zu werden sitzt tief und frisst sich in meine gedanken, wie ein oller holzwurm. ja es war unüberlegt und ja es war blöd aber es tut weh. und die tatsache, nun keine liebe, aufmerksamkeit oder interesse an mir und meiner welt zu erfahren, machen die ganz situation leider nicht einfacher. ich bin ein wenig ratlos, wie es weiter gehen soll mit uns. ob es das überhaupt tut, wenn der liebste anfägt zu arbeiten (nach 7 jahren studium) und täglich menschenleben rettet. da wird zeit sicher nicht zu den dingen zählen, die in unmengen vorhanden sind. und da eine strecke von 136 km nunmal zeit in anspruch nimmt, tauchen dunkelgraue wolken an meinem rosa himmelchen auf. abwarten und tee trinken, vielleicht das beste hoffen, vielleicht einen notfallplan erstellen, vielleicht mir nicht so viele gedanken machen. (übrigens mag ich gedankenzusätze in klammern)
Dienstag, 11. Dezember 2012
die sache mit den erwartungen
erwartungen sind die selbst geschaffenen enttäuschungen
es ist interessant, wie häufig mir dieses zitat durch den kopf geht, sich jedes mal aufs neue bewahrheitet. der autor hat sich einen dicken blumenstrauß verdient. schon oft war diese aussage der schlüssel, mit dessen hilfe ich den grund erfuhr. oft kann ich reaktionen nicht begründen, nicht erklären und nicht reflektieren. es im kopf noch einmal durchspielen und bemerken, dass die erwartung im weg stand. die erwartung an eine freudige reaktion, die erwartung an ein lächeln, eine umarmung, einen kuss. einen warmen blick, manchmal ist es nicht viel. aber wenn es fehlt, nimmt es an größe zu.
sich im kopf ein bild machen, ist oft schon der erste schritt in die falsche richtung. ich bin leider ein mensch, der plant und visionen hat. genaue bilder, mit farben und formen. detaillreich geschmückt. umso geringer ist die wahrscheinlichkeit, dass sie sich bewahrheiten. und schon ist die enttäuschung da. nicht immer lässt sie sich verstecken und das gefühl, den stempel des kindischen verhaltens auf die stirn gedrückt zu bekomme, ist sofort wieder da.
man hofft und wünscht und träumt. man erwartet eben eine gewisse reaktion. immer und immer wieder. und dann irgendwann nicht mehr.
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