Donnerstag, 12. Juli 2012

ironie

die ironie und ich waren schon immer gute freunde. ich mag ironische witze und ironische aussagen, gern auch gepaart mit einer ordentlichen prise sarkasmus.
heute war die ironie allerdings nicht mein freund. seit tagen steht norbert, mein neues fahrrad, dass mir zu schlanken beinen und einem knackigen po verhelfen soll, vor der tür. angeschlossen versteht sich. und ich nehme mir jeden abend vor "morgen fährst du aber mit dem rad ins büro". und wie die realität nunmal aussieht: wecker aus, weiterpennen, zu spät aufstehen, abhetzen, schnell kaffee runterkippen und mit dem auto ins büro. und jeden morgen, in dem ich im auto saß und mir die sonne ins gesicht schien, dachte ich mir "hättest bei dem schönen wetter, und bei benzinpreisen um die 1,65 € pro liter super, mit dem fahrrad fahren können". aber nicht heute morgen! ich stand extra früher auf und schaffe es tatsächlich, das fahrrad zu nehmen. und wie sollte es anders sein. es war arschkalt. in meiner tollen roten jeans auf knöchelhöhe, dem schwarzen shirt und der hochgekrempelten jeansjacke, gepaart mit rüschenballerinas und punkteschal sah ich zwar toll aus, praktisch und vor allem warm ist aber was anderes. 
mit dem neuen blink-182 album in den ohren und einem leicht debilen grinsen (das nur so vor stolz trotz, denn ich fahre fahrrad!) radelte ich also los. mir ist übrigens vorher nie aufgefallen, was für schreckliche radwege wir hier haben. schlaglöcher, risse im asphalt. bei jedem kleinen hügel wurde ich kräftig durchgeschüttelt, da braucht man ja fast einen sport-bh zum radfahren. natürlich, wie sollte es anders sein, fing es an zu regnen. ich strampelte fleißig weiter. den plan, einfach schneller zu fahren, um nicht so nass zu werden (dem regen zu entkommen quasi) gab ich schnell wieder auf. ist physikalisch nicht möglich. 
und als ich endlich vor dem gebäude ankam, mein fahrrad in den unterstand schob (ich sang nebenbei leise das lied nummer 3 mit, das ist wirklich hammer) blicke ich in ein bekanntes gesicht, welches ein breites grinsen bei meinem anblick aufzeigte - mein chef stand unter dem unterstand und schützte sich und seine zigarette vor dem regen. klasse. ein grinsendes "na, heute mit dem rad" konnte er sich nicht verkneifen.

1 Kommentar:

  1. Reizend, dein Chef ;D
    Naja, aber gesund und umweltschonend wars ja trz. Bin gestern auch total durchnässt zu Hause angekommen, als ich aus der Stadt zurückgekommen bin ;D

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